Benefizkonzert in Osthofen

OSTHOFEN – Unter dem Motto „Liebe für die Welt“ hatte die Christusgemeinde Osthofen gemeinsam mit der Organisation Helping Hands Deutschland und der Freien Christengemeinde Frankenthal zu einem Weihnachtsbenefizkonzert eingeladen.

Da die Nachfrage an der alljährlichen Veranstaltung immer größer wurde, war man aus Platzgründen vom Gemeindehaus in die festlich geschmückte Wonnegauhalle umgezogen, die mit rund 700 Besuchern gut gefüllt war.

Puppenfee und Engel

Den Abend moderierten Markus Weninger und Miriam Klemm. Breit gefächert war das musikalische Repertoire, von modernen und temperamentvoll dargebotenen Weihnachtsliedern bis hin zu besinnlichen Werken und einem klassischem Festtagspotpourrie.

Dazwischen wurde die biblische Weihnachtsgeschichte gelesen. In seiner Predigt beleuchtete Pfarrer Hilmar Schulze diese unter einem besonderen Aspekt.

Begeisterung beim Publikum fand die Live-Band mit Michael Gundlach (Piano), Tobias Weninger (Bass), Johannes Weninger (Drums), Peter Lieder (Saxofon) und Waldemar Martens (Keyboard). Nach der gigantischen Einstimmung des Gospelchors Osthofen erfreute der Kinderchor der Christusgemeinde mit fröhlichen Weihnachtsliedern. Ebenso die kleinen Engelchen der Ballettschule von Eugenie Platt in ihren weißen und silbern glitzernden Kleidchen mit Liedern und Tänzen. Eine Augenweide war Paula Seemann (11), die perfekt als Puppenfee tanzte. Neben weiteren großartigen Interpreten erntete die Gruppe der Lebenshilfe für ein Weihnachtsmedley stürmischen Applaus. Das Jazz-Quartett von Michael Gundlach wurde sogar mit Zwischenapplaus belohnt. Ein Leckerbissen war auch Melanie Schlüter aus Frankenthal mit „Winterwonderland“, dem Traum der weißen Weihnacht, der sich in diesem Jahr wohl nicht erfüllen wird.

Ohne Geborgenheit

Inspiriert zu dem Lied „Waisenkind“ war die Band „AOL“ durch die Geschichte des afrikanischen Jungen Adam, der mit fünf Jahren beide Eltern verloren hatte. Es schildert seinen traurigen Lebensalltag ohne Geborgenheit und Liebe. „Die Geschichte von Adam ist nicht erfunden, er lebt heute bei uns in Village of Eden, einem 52 Hektar großen Grundstück, und ist eines der Kinder, denen wir helfen“, sagte Willi Kornelsen bei der Vorstellung von Helping Hands (HHFM). „Inzwischen ist er behütet, versorgt und erhält Schulbildung, wie viele Waisenkinder, Kinder von der Straße und solche, deren Eltern so arm sind, dass sie ihre Kinder nicht ernähren können.“

„Wenn Menschen einen festen Standort und eine Perspektive haben, müssen sie nicht fliehen“, betonte der Ehrengast, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann. „Deshalb sind Hilfe und Unterstützung enorm wichtig. Weiterhin müssen wir für eine andere Weltwirtschaftsordnung kämpfen.“

Bei dem kostenfreien Konzert wurde um Spenden gebeten. Die gesammelten 4176,89 Euro sowie der Erlös aus dem Verkauf von Verpflegung und Basar kommen komplett dem Projekt in Uganda zugute.

×ENGAGEMENT - Helping Hands Deutschland engagiert sich seit Jahren im Südosten Ugandas, einem der ärmsten Länder der Welt. Durch Krankheiten wie Aids, Malaria sowie durch Hunger gibt es dort viele Waisenkinder. HHFM hat das Waisendorf Village of Eden errichtet. Inzwischen sind sieben Cottages und eine Schule gebaut worden. Im kommenden Jahr wird die neue Klinik eröffnet. „Ohne Spenden oder Patenschaften für Kinder wäre die Uganda-Hilfe nicht möglich“, betonte Willi Kornelsen.

Weiter zum Artikel: Wormser Zeitung

Comments are closed.