Musikalische Entwicklungshilfe

Weihnachtsbenefizkonzert der Christusgemeinde Osthofen in Wonnegauhalle / Zuschauer spenden fast 6.000 Euro
Von Michaela Hellmann

Osthofen „Liebe für die Welt“ lautete das Motto des
Weihnachtsbenefizkonzerts der Christusgemeinde Osthofen in diesem Jahr. Da das Konzert mit den Jahren an Beliebtheit gewonnen hat, zogen die Veranstalter von dem zu klein gewordenen Gemeindehaus in die Wonnegauhalle um, damit auch alle Musikbegeisterten von nah und fern einen Platz fanden. In Zusammenarbeit mit den Chören der Hoffnungskirche Kaiserslautern sowie der Freien Christgemeinde Frankenthal veranstalteten die Osthofener eine Benefiztour durch die drei Städte. Gesammelt wurde dabei für die Hilfsorganisation Helping Hands, die sich für den Bau eines Waisendorfs in Uganda engagiert.

Solisten begeistern Publikum

Durch den Abend führten Miriam Klemm und Markus Weninger, die zwischen den Auftritten Bibelstellen vorlasen oder Gedanken zur Weihnachtsgeschichte vortrugen.

„Es wäre toll, wenn wir heute Abend einen kleinen Beitrag dazu leisten könnten, das Hilfsprojekt von Helping Hands, also das Waisendorf „Village of Eden“ in Uganda, zu unterstützen.“ Markus Weninger, Moderator des Weihnachtsbenefizkonzerts der Christusgemeinde Osthofen

Der über 80 Mann starke Chor der drei Gemeinden sowie die Band boten sowohl vertraute als auch unbekannte Weihnachtslieder auf Deutsch und Englisch dar. Ein Technikteam blendete vor jedem Lied den Titel und die Interpreten ein und übertrug die Liedtexte und Bibelzitate auf zwei Leinwänden. Zum Auftakt sang der Chor „The king has come“ gemeinsam mit den beiden Solisten David Weninger sowie Esther Wiens und zog von Anfang an das Publikum in seinen Bann. Bei „O come, o come Immanuel“ verzauberte Conny Manz mit ihrer warmen, gefühlvollen Stimme die gesamte Halle und sorgte für eine besinnliche Stimmung. Fröhlicher wurde es wieder mit „Immanuel“, das mit dem Chor sowie den großartigen Musikern lockerleicht und beschwingt daherkam.

Herzerwärmende Darbietungen

Zur Verstärkung der Erwachsenen kam der Kinderchor auf die Bühne, dessen Mitglieder zwischen zwei und sechs Jahren alt sind, und zeigte seine herzerwärmenden Darbietungen von „Jesus ist geboren“ sowie „Wir stehen im Stall an der Krippe“. Ein Highlight des Abends war der Auftritt der Damengesangsgruppe, die die deutsche Version von „O holy night“ sehr ergreifend präsentierte. Auch die groovige Jazz-Variante von „Leise rieselt der Schnee“ und „Oh Tannenbaum“ der Band überzeugte auf ihre moderne und lässige Art die Zuhörerschaft. Zu „Herbei, oh ihr Gläubigen“ wurde das Publikum aufgefordert, anhand des auf den Leinwänden eingeblendeten Liedtextes mit dem Chor mitzusingen, sodass spätestens jetzt der letzte in Weihnachtslaune versetzt wurde. Zuletzt sangen Peter und Ludmilla Lieder „His plan“, in das der Chor einstieg und so einen klanggewaltigen sowie ergreifenden Abschluss bereitete.

Erlös kommt Kindern zugute

Über das Hilfsprojekt von Helping Hands informierte Moderator Markus Weninger. Uganda ist eines der ärmsten Länder der Welt, durch Malaria, Aids und Hunger werden viele Kinder zu Waisen. Helping Hands baut dort ein Zuhause für solche Kinder. Mit den Spenden des letztjährigen Konzerts konnte der Bau eines Gebäudes im Waisendorf „Village of Eden“ finanziert werden. Im vergangenen August zog der Vorsitzende der Organisation, Wilhelm Kornelsen aus Osthofen, mit seiner ganzen Familie nach Uganda, um die Bauarbeiten dort voranzutreiben. In diesem Jahr sammelt Helping Hands für eine Solaranlage zur Stromversorgung des Dorfes, deren Anschaffung jedoch 100.000 Euro kostet. „Es wäre toll, wenn wir heute Abend einen kleinen Beitrag dazu leisten könnten“, ermuntert Weninger das Publikum zum Spenden. Bis zum Ende des Abends kamen 5.805 Euro zusammen, der Erlös aus der gesamten Benefiztour betrug somit mehr als 11.000 Euro, die der Solaranlage von „Village of Eden“ zugutekommen. Alles in allem haben die drei stimmgewaltigen Chöre und die grandiosen Musiker einen wunderbaren, besinnlichen Konzertabend auf die Beine gestellt.

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